29. Juli

Welchen der Herr lieb hat, den züchtigt er; er stäupt aber einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt.

Hebräer 12,6

Gott geht mit den Gottesfürchtigen und Christen beinahe um wie mit den Gottlosen und Unchristen, ja oft viel heftiger. Er tut nichts anderes, als ein Hausvater seinen Sohn und seine Knechte behandelt. Den Sohn peitscht und schlägt er viel mehr und öfter als den Knecht; doch sammelt er ihm einen Schatz zum Erbe. Aber einen bösen, ungehorsamen Knecht schlägt er nicht mit der Rute, sondern stößt ihn zur Tür hinaus und gibt ihm nichts vom Erbteil. Anders kann ich diese Worte nicht verstehen, warum Gott seine lieben Kinder in der Welt durch die Mangel drehen und sie sich plagen lässt; den Gottlosen aber gibt er einfach alles im Überfluss, dass sie es voller Lust in Saus und Braus und ohne Widerwärtigkeit genießen.